Newsletter – 2018

Inhaltsverzeichnis


Newsletter April

Social Media Fasten

Der Grat zwischen sinnvoller Mediennutzung und der Möglichkeit negative Entwicklungen zu verstärken – Einsamkeitsgefühle, Sucht, Depression – ist schmal. Hier wird die Problematik kurz aufgerissen, aber mitnichten richtig, denn der Digitalisierungspakt für Schulen begünstigt eher ein Abgleiten in schädliche Mediennutzungsmuster angesichts der Fokussierung auf Ausstattung und die ZU FRÜHE HERANFÜHRUNG von Kindern an neue Techniken.
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/videos/studie-social-media-depression-100.html

Mehr dazu steht immer noch aktuell im Buch „Bildung und Medien“ von Sabine Schiffer, das hier seine Fortsetzung findet: www.generationmedien.de.

Immer wieder weisen Studien einen Zusammenhang zwischen der Mediennutzung – und das muss man nicht auf die sog. Social Media beschränken – und negativen Stimmungen nach:
https://www.kaspersky.de/about/press-releases/2017_cyber-depression-durch-social-media-nutzung
https://journal.thriveglobal.com/how-technology-hijacks-peoples-minds-from-a-magician-and-google-s-design-ethicist-56d62ef5edf3

Was Viele nicht wissen, ist, dass hinter dem Suchtpotential auch Strategien der Programmierer stecken, wie es beispielsweise Mitarbeiter/Aussteiger aus Online-Unternehmen beschreiben:
https://www.theguardian.com/technology/2017/oct/05/smartphone-addiction-silicon-valley-dystopia

Jenseits von Sucht kann aber auch die Logik bestimmter Plattformen enormen Performance-Druck ausüben, dem sich z.B. viele Influencer/Youtube-Stars unterwerfen, weil beispielsweise Hochladezeiträume neuer Videos kurz sein müssen, um von den Suchmaschinen erfasst und privilegiert angezeigt zu werden.
https://journal.thriveglobal.com/how-technology-hijacks-peoples-minds-from-a-magician-and-google-s-design-ethicist-56d62ef5edf3

Wie aber kann man die neuen Medien für sich nutzen ohne solche Mechanismen Überhand nehmen zu lassen? Machen Sie doch mal einen Selbstversuch! Wie steht es um ihre Nutzungsgewohnheiten?

Hier zwei Beispiele, die es mit einer Social-Media-Fastenzeit versucht haben:
https://alcudina.de/social-media-auszeit-selbstversuch-4-wochen/
http://janrein.de/warum-2018-keine-social-media/

Jan Rein kann in diesem Jahr bei seinem Selbstversuch begleitet werden: http://janrein.de/social-media-diaet/ – Und in dem Zusammenhang dürfte auch sein neuer Podcast „Ausgeloggt und losgelebt“ interessant werden: http://janrein.de/podcast – Wir laden herzlich dazu ein!

IMV News

Sabine Schiffer folgt dem Ruf der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft auf eine Professur für Journalismus und Unternehmenskommunikation an die HMKW nach Frankfurt/Main. Sie wird ab der nächsten Woche in dieser Funktion tätig und unter www.hmkw.de zu finden sein. Die wissenschaftliche Leitung des IMV ist davon nicht berührt, bei der Geschäftsführung wird sich etwas ändern. Das Institut wird in den nächsten Monaten endgültig nach Berlin umziehen.

Wir halten Sie über die Entwicklung weiterhin auf dem Laufenden und freuen uns über jede Unterstützung!


Newsletter Februar

 Schlaglichter auf die IALANA-Medientagung

Die IALANA ist, Zitat von ihrer Webseite „eine überparteiliche und unabhängige internationale Organisation von Juristinnen und Juristen, die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen engagiert“. Vom 26 – 28. Januar fand in Kassel die IALANA-Medientagung unter dem Thema „Krieg und Frieden in den Medien“ statt, das Programm finden Sie hier.

Zum Kongress wird es noch vielfältige Berichterstattung geben, u.a. ist ein Tagungsband geplant.

Bisher sind folgende Stimmen erschienen:

Während RT Deutsch die Versammelten für die „Crème der deutschen Medienkritik“ hält, fällt das Urteil von Prof. Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Uni München anders aus. Und auch auf der Tagung wurde bereits bemängelt, dass man „den Journalismus“ nicht zur Teilnahme habe bewegen können, obwohl es sich ausschließlich um konstruktive Kritik im Sinne der Stärkung desselben gehalten habe.

 

IMV-News:

Wir kooperieren mit der Erlanger Volkshochschule mit, unter anderem, einer Vortragsreihe über „Die letzten Diktaturen Europas“.
Gestartet ist diese Reihe am 24. Januar, Dr. Sabine Schiffer diskutierte mit Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller über die Nachwirkungen überwundener Diktaturen und was wir daraus lernen können.

„Wir haben Gerechtigkeit erwartet und den Rechtsstaat bekommen.“ Dieses Zitat von Bärbel Bohley lässt deutlich werden, dass Europa auch heute noch unter dem Eindruck seiner letzten Diktaturen steht. Zum Auftakt der Vortragsreihe „Die letzten Diktaturen Europas“ lud die Volkshochschule Erlangen den Historiker und Diktaturforscher Prof. Dr. Jörg Ganzenmüller ein. Er beschrieb die markanten politischen und gesellschaftlichen Nachwirkungen der Diktaturen in Polen und Spanien sowie die Entwicklungen der Bundesrepublik nach dem Ende der SED-Diktatur. Deutlich wurde, wie schwer es war und ist, den Opfern der Diktaturen im Nachgang gerecht zu werden und dass der Diktaturvergleich und die Ausleuchtung der verschiedenen Aufarbeitungswege mit ihren Folgen wichtige Erkenntnisse für heute gibt. So schlussfolgerte Ganzenmüller nach der Diskussion mit den Teilnehmenden: „Jeder Weg hat seinen Preis.“

Am 27. April wird die Reihe fortgesetzt mit dem Wissenschaftler Dimitrios Gounaris zu den gesellschaftlichen Nachwirkungen der Diktatur in Griechenland.

 

 

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