Newsletter – 2013

Inhaltsverzeichnis

 


Newsletter Dezember 2013 

Werbetechnisch ist es sicher günstig, wenn die Compact-Konferenz Wellen schlägt. Denn auch Negativwerbung ist Aufmerksamkeitssteuerung – und insofern tragen auch wir nun etwas dazu bei, der Veranstaltung in Leipzig mehr Aufmerksamkeit zu zollen, als sie vielleicht verdient.

Aus medienethischer Sicht sind für uns zwei Einträge auf der Website der Konferenz interessant, die uns stutzig machten:
https://www.compact-magazin.com/warum-wir-die-taz-bei-unserer-familienkonferenz-nicht-akkreditieren/
https://www.compact-magazin.com/karl-albrecht-schachtschneider-die-meinungsfreiheit-ist-unantastbar/– letzteres scheint so gar nicht zu ersterem zu passen. Jedenfalls gibt es laut Veranstalter anscheinend Begründungen, warum die eine Hetze (gegen Muslime, Einwanderer, HARTZ IV-Empfänger) unter „Meinungsfreiheit“ zu fallen habe, die andere (gegen Thilo Sarrazins Nadelstreifenrassismus) jedoch nicht.

Wie man sich hingegen selbst als Zensuropfer empfindet, mag anhand dieses Eintrags nachvollzogen werden: https://www.compact-magazin.com/compact-familienkonferenz-im-vorbericht-der-ard/
Wie wir aus Redaktionskreisen des NDR erfuhren, hat es eine Bitte um Stellungnahme an die Compact-Veranstalter gegeben – nur keine Antwort. Internetpapier ist geduldig…

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IMV News

Das IMV macht Pause: Vom 23.12.2013 bis 06.01.2014 ist das Büro nicht besetzt und wir verschicken für Januar keinen Newsletter.
Ab dem 07.01.2014 sind wir wie gewohnt für Sie da.

Als ideales Weihnachtsgeschenk für Eltern, Großeltern, Pädagogen und alle Interessierte empfehlen wir Bildung und Medien – was Eltern und Pädagogen wissen müssen (19,80 €, ISBN: 3937245103, HWK Verlag 2013, auch als ebook erhältlich)
Informationen zum Buch, Leseproben und den Blog finden Sie auf der oben verlinkten Webseite. Schauen Sie vorbei, verlinken Sie sie weiter, kommentieren Sie im Blog!

Wir haben 2014 viel vor: Die Initiative Publikumsrat wird Fahrt aufnehmen, das Thema Medienbildung steht ganz oben auf der Agenda, unser Berliner Büro etabliert sich – und freuen uns über Ihre Unterstützung unserer Arbeit – unser direktes Spendenkonto:
Sparkasse Erlangen, Konto Nr.: 600 229 70 , Bankleitzahl (BLZ): 763 500 00
IBAN: DE78763500000060022970, SWIFT/BIC: BYLADEM1ERH
Wir sind gemeinnützig, d.h. wer zur Unterstützung unserer Arbeit spenden möchte, bekommt bei Angabe der Postadresse eine Spendenbescheinigung zugesandt, mit der die Spende steuerlich geltend gemacht werden kann.

Auch der Förderkreis des IMV ist gemeinnützig – wer das IMV dauerhaft mit einem kleinen Jahresbeitrag unterstützen möchte, findet das Aufnahmeformular (sowie alle weiteren Informationen über den Förderkreis) auf dessen Webseite: http://www.medienverantwortung-foerderkreis.de/

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Newsletter November 2013 

Am 4. November 2011 sollen sich Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt selbst getötet haben und dadurch soll ihre rechtsextreme Täterzelle „NSU“ aufegflogen sein. Ihre Komplizin Beate Zschäpe steht derzeit vor Gericht. Von den zum ersten Jahrestag von Innenminister Friedrich angekündigten ca. 100 weiteren Verdächtigen sitzen allenfalls 5 in München auf der Anklagebank. Bei aller medialen Aufregung könnte die Aufklärung weiter sein, wenn sich der Mainstreammedienbetrieb nicht auf die Mär von der Pleiten-, Pech- und Pannenserie durch die Behörden eingelassen hätte.

Jedoch gibt es immer wieder Anlässe, die dazu auffordern, Zweifeln nachzugehen. Dies leistet beispielsweise die Wochenzeitung KONTEXT in regelmäßigen Abständen, etwa indem man den Ungereimtheiten in der Mordsache Kiesewetter nachgeht oder dem plötzlichen Selbstmord eines wichtigen Zeugen: http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/130/ungeklaerter-todesfall-1744.html. Zu den beziehungsgestörten Selbstmorden Rechtsextremer hat Sabine Schiffer ein Glosse verfasst, die hier bestellt werden kann: Ossietzky Rechtsextreme mit Problemen zündeln gerne.

Ein weiterer beharrlicher Fragensteller ist Wolf Wetzel, auf dessen Blog Eyes wide shut wir hier aufmerksam machen wollen: http://wolfwetzel.wordpress.com/tag/nsu. Und dass man eventuell auch über die Bundesgrenzen hinaus den kritischen Blicke schweifen lassen sollte, zeigt das Quartalsmagazin Hintergrund, z.B. hier: http://www.hintergrund.de/201310252870/politik/politik-eu/objekt-21.html. Am Ball bleibt seit langem auch Telepolis, das Nachrichtenmagazin des IT-Portals von heise.de: http://www.heise.de/tp/artikel/35/35986/1.html

Es gibt noch viel zu entdecken. Bleiben wir dran!

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Förderkreis News

Der Förderkreis Institut für Medienverantwortung e.V. hat auf seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Vorsitzender ist Dr. Andreas Richter, Physiker an der Universitätsstrahlenklinik. Er möchte vor allem die Mitgliederwerbung forcieren. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Silke Pieper gewählt, die im IMV das Büro betreut und somit eine Schnittstelle zwischen Institut und Förderkreis darstellt, Schatzmeisterin bleibt Iris Häcker, Verwaltungsangestellte an der Friedrich-Alexander Universität, die sich weiterhin für die Medienbildung junger Menschen engagieren möchte. Der neue Vorstand wird das IMV im folgenden Jahr vor allem bei der Initiative zur Einführung eines Publikumsrats unterstützen (siehe Oktober-Newsletter).

Spenden an den Förderkreis Institut für Medienverantwortung sind möglich unter:

Konto 600 024 57, BLZ 763 500 00, Sparkasse Erlangen

Mitglied werden und dauerhaft unterstützen können Sie über www.medienverantwortung-foerderkreis.de

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IMV News

In monatlichen Abständen wird es eine Videokolumne von Sabine Schiffer geben. Sie erscheint bei weltnetz.tv. Die erste Ausgabe können Sie hier anschauen: http://weltnetz.tv/video/507

Am 30. Oktober war Constantin Wagner für das IMV bei der Karlsruher Islamwoche vertreten und hielt einen Vortrag über „Islamophobie? Das Islambild in den Medien“. Unsere Suche nach Berichten über diese Islamwoche im Allgemeinen und Herr Wagners Vortrag im Besonderen war leider ergebnislos – und es prägt leider auch das Islambild, wenn über solche Veranstaltungen nicht berichtet wird.

Falls Sie Ihre Daten der NSA bereits überlassen haben – sprich: google, youtube, facebook etc. – können Sie auch gleich unsere Facebook-Seite besuchen: https://www.facebook.com/pages/Institut-f%C3%BCr-Medienverantwortung/116854334991466

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Newsletter Oktober 2013 

Dr. des. Christine Horz, Frankfurt/Erfurt und Dr. Sabine Schiffer Erlangen/Berlin schlagen eine Initiative zur Implementierung eines Publikumsrats bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor:

Für einen Publikumsrat

Auch wenn die GEZ als Gebühreninstitution abgeschafft ist, so bleibt es die Pflicht aller Bürger, die öffentlich-rechtlichen Medien finanziell zu tragen. Dies ermöglicht eine vergleichsweise unabhängige Berichterstattung von Wirtschafts- und Werbeinteressen – im Idealfall.

Allerdings beschweren sich viele Bürger zu Recht, dass Programminhalte ausgedünnt werden – zuletzt wurde die Sendezeit für politische Dokumentationen verringert zugunsten von Unterhaltungsformaten. Auch kritisieren Zuschauer/innen, dass sie sich im Rundfunkrat nicht vertreten fühlen. Durch unsere Rundfunkgebühren gehen wir als Bürger und Bürgerinnen nicht nur als Zuhörer- und Zuschauer/-innen, eine Beziehung mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten ein, sondern begreifen uns auch als stakeholder (engl. Anspruchsträger, Interessengruppe).

Als solche haben Zuhörer/innen und Zuschauer/innen als diejenigen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk finanzieren, ein berechtigtes Interesse daran, wie sich dieser als Institution und Programmanbieter entwickelt, und fordern dementsprechend ein Mitspracherecht. Derzeit hat das Publikum in Deutschland jedoch keine Möglichkeit, das Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mitzugestalten, was sich auch in der schwindenden Akzeptanz der Rundfunkgebühren widerspiegelt. Trotz ca. 7,5 Milliarden Euro an Rundfunkgebühren haben es die Rundfunkanstalten bislang versäumt, die Gebührenzahler bei weitreichenden Entscheidungen wie der Wahl des Intendanten, Haushaltsplänen, aber auch grundsätzlichen Reform- und Strukturfragen oder zumindest dem Programm mitbestimmen zu lassen.

Derzeit ist für die Vertretung im Rundfunkrat der Körperschaftsstatus erforderlich, womit viele zivilgesellschaftliche Organisationen und engagierte Einzelne ausgeschlossen bleiben. Die Sitze in Gremien wie Verwaltungs- und Rundfunk- bzw. Fernsehrat sind häufig nicht für Vertreter/innen der Allgemeinheit reserviert, sondern werden von Politiker/innen besetzt. So sind von insgesamt 77 Mitgliedern des ZDF-Fernsehrats 38 Berufspolitiker/innen, über 2/3 der Mitglieder in sechs Rundfunkräten sind Männer, nur knapp 2% haben einen Migrationshintergrund – der gesellschaftlichen Realität wird also nur ungenügend Rechnung getragen.

Eine unabhängige, sachliche und konstruktive Auseinandersetzung der gesamten Öffentlichkeit mit dem Thema und der Frage, wie die Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zukünftig verlaufen soll, ist erforderlich. Zuschauer/innen möchten nicht nur Beschwerden vorbringen, sondern auch ihre Vorstellungen, Anregungen und Lob. Sie möchten informiert werden und mit den öffentlich-rechtlichen Sendern in einen gleichberechtigten Dialog treten. Die Rundfunkanstalten könnten von der Nähe zum Publikum, den Vorschlägen und der Kritik der Zuschauer/innen profitieren.

Deshalb schlagen wir die Installation eines Publikumsrats vor!

Wir verstehen den Rat als unabhängige Interessenvertretung und Mittlerin zwischen Publikum und Rundfunkanstalten und möchten zu diesem Zweck eine Online-Plattform zur Verfügung stellen (www.publikumsrat.de – derzeit noch im Aufbau). In der momentanen Planungsphase orientieren wird uns an entsprechenden Institutionen, die als solche bereits fest im Schweizer Rundfunkmodell sowie im österreichischen ORF verankert sind. Zur Etablierung des Rates könnten wir deren Beispiel folgen, andererseits aus den Problemen, die sich dort aus der Zusammensetzung des Gremiums ergeben haben, lernen und diese vermeiden. Ein Publikumsrat, in welchem Zuschauer/innen u.a. ihre Meinung zum Programm vorbringen könnten, wird als ein Baustein in einem (noch zu entwickelnden) Gesamtkonzept betrachtet. Ein Publikumsrat könnte sich auch für den Erhalt der audio-visuellen Archive einsetzen, die im Moment aufgrund der Sparvorgaben der Sendeanstalten von der Abwicklung bedroht sind. Wir möchten weder die Rundfunkgebühren abschaffen, noch soll der Publikumsrat die bestehenden Gremien ersetzen.

Die Initiative „Publikumsrat“ wird von Kommunikations- und Medienwissenschaftler/innen unterstützt und kann folglich die notwendige Fachkenntnis und Neutralität gewährleisten. Von anderen monothematischen Stimmen wie „zahlungsstreik.net“ unterscheidet sich der Publikumsrat darin, dass er den Boykott der Rundfunkgebühren nicht als Lösung der Problematiken begreift, sondern den Dialog mit allen Beteiligten sucht. Schließlich hat ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem größere Beteiligungspotentiale als kommerzieller Rundfunk.

Wir freuen uns über Spenden auf das Konto Nr. 60022970, BLZ 76350000, Kontoinhaber IMV, Verwendungszweck „Publikumsrat“.
Mailen Sie uns Ihre Adresse an info@medienverantwortung.de für eine Spendenbescheinigung.
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IMV-News

Das IMV ist jetzt auch in Berlin!
Ganz neu und frisch eröffnet unser Büro in der Marburger Str. 3 in Berlin.
Erreichbar sind wir unter Telefon: 030 / 219098-68 sowie per Fax: 030 / 219098-69, und natürlich wie gewohnt per Mail an info@medienverantwortung.de , über unsere Webseite, über die facebook-Seite des IMV und die Erlanger Hauptstelle.

außerdem:
Die Rezension zum Buch „Bildung und Medien“ aus der jungen welt vom 23. September ist hier nachzulesen:
http://www.jungewelt.de/2013/09-23/011.php

Sabine Schiffer zum Wahlpatt
http://dtj-online.de/merkel-raute-koalition-opfer-neuwahlen-10607

Interview mit Sabine Schiffer zur Berichterstattung im Syrienkrieg
http://weltnetz.tv/video/495

Artikel zusammen mit Jens Wernicke in telepolis – Digital Natives sehen die Wirtschaft auf falschem Weg
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39831/1.html

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Newsletter September 2013 

Vom 21. bis 25. August fand die Spielemesse GamesCom 2013 in Köln statt – 5 Tage lang trafen sich Hersteller, die ihre neue Hard- und Software vorstellen wollen, mit Händlern und Endkunden, die sich die Neuheiten ansehen möchten, die es teilweise erst später (pünktlich zum Weihnachtsgeschäft….) zu kaufen geben wird.

Der erste Tag war den Fachbesuchern vorenthalten, danach sind die Messehallen für alle Interessierten geöffnet, und die Presse berichtet treu und brav das, was Ihnen die Hersteller als Textbausteine fertig geliefert haben. Viel ist die Rede vom “Krieg der Konsolen” zwischen Microsoft, Sony und Nintendo – bei dem der Verbraucher mit seiner Kaufentscheidung gleichzeitig “kriegsentscheidend” wird. Alleine das Vokabular lässt einen gruseln.

Der Bereich der Onlinespiele wächst, Free-to-play / Freemium ist nach wie vor ein rasant wachsender Markt mit dem viel Umsatz gemacht wird, und hier müssen Eltern aufpassen:
Es gibt für Onlinespiele keine zuverlässige Altersbeurteilung! Kann bei Konsolen- oder Computerspielen mit einem kurzen Blick auf die Alterskennzeichen auf der Packung zumindest eine grobe Einordnung vorgenommen werden (zu der allerdings immer noch einige Jahre addiert werden sollten – die Grenzen werden von den Herstellern selbst vergeben und sind entsprechend mit Vorsicht zu betrachten), gibt es das für die Onlinespiele nicht.
Das heißt für Eltern, dass sie ein besonderes Augenmerk darauf haben sollten was ihre Kinder online spielen, möglichst dabei sind wenn ein neues Spiel begonnen wird, und im Gespräch mit ihren Kindern klären und auch er-klären, was das Kind spielen darf, und was nicht.

Enttäuscht hat uns die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender: Eigentlich hätte das Morgenmagazin vom 22. August mit dem Bericht zur GamesCom als “Dauerwerbesendung” gekennzeichnet sein müssen – Screenbilder (mit martialischen Figuren und incl. Waffengefuchtel), Beurteilungen, Preise, Kaufempfehlungen, keine einzige kritische Stimme zu dem ganzen Zirkus? Da hätten wir mehr erwartet.
Mehr zu diesen und anderen Themen im Blog unter http://www.generationmedien.de/blog/ – wer nichts verpassen will, dem empfehlen wir den RSS-Feed zu abonnieren.

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IMV News
Im deutsch-türkischen Journal erschienen: Bürgerkrieg ist schlimm, Krieg auch
Zwei Jahre lang geschah auf internationaler Ebene nichts Nennenswertes in Bezug auf den syrischen Bürgerkrieg, nun weckt ein Giftgaseinsatz mit einem Mal die Entschlossenheit. Sabine Schiffer misstraut den gängigen Erklärungsmustern.

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Newsletter August 2013 

Angesichts der Enthüllungen um Überwachung (von Terroristen natürlich) oder gar der möglichen Führung von Terroristen (Stichwort: V-Leute?) erinnern wir heute an einen älteren Fall, den nur wenige Medien hinterfragten und intensiv recherchierten: Die sog. Sauerlandzelle.

Zunächst hat nur der Stern seine Aufgabe als Vierte Gewalt erfüllt: http://www.stern.de/panorama/sauerland-zelle-mutmasslicher-cia-mann-war-der-chef-653678.html und es gab behördliche Resonanz auf die brisanten Fakten um den Agenten: http://www.stern.de/presse/vorab/sauerland-gruppe-bundeskriminalamt-schreibt-v-mann-zentrale-rolle-zu-708098.html, aber keine aufgeregte Mediendebatte, obwohl sogar das Leitmedium Der Spiegel das Thema aufgriff: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65089071.html.

Hier eine der profundesten Recherchen zum Thema: http://www.heise.de/tp/artikel/32/32248/1.html anlässlich des Gerichtsprozesses gegen die Sauerlandgruppe.
Wer darüber etwas in den Abendnachrichten gehört hat, bitte bei uns melden!

Vielleicht steckt in solchen Zusammenhängen ja der tiefere Sinn, warum verantwortliche Politiker hierzulande die Geheimdienstproblematik herunter spielen, aber da mag es auch noch andere Gründe geben: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/otto-schily-datenschutz-nsa-affaere-wahlkampf-spd

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IMV News

Die Webseite rund um das Buch Bildung und Medien ist ab sofort hier zu finden http://www.generationmedien.de/ und der Blog zum Buch ist ebenfalls dort hin umgezogen und wird regelmäßig aktualisiert.

Deutsche Welle interviewt Sabine Schiffer und wählt zwei Zitate aus: http://www.dw.de/pakistanische-superheldin-k%C3%A4mpft-in-burka/a-16985947

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Newsletter Juli 2013 

Es scheint Konsens, dass den Forschungen eines Erich Schmidt-Eenbooms (Autor von „Geheimdienst, Politik und Medien: Meinungsmache Undercover“) zum Trotz unsere Geheimdienste die Guten sind, während die der anderen die Bösen sind – allen voran natürlich die Stasi und neuerdings auch die Geheimdienste der Verbündeten GB und USA. Wir schließen uns also an und stellen Ihnen James Bamford vor, den US-Spezialisten für die NSA. Wir empfehlen besonders folgendes Buch des ehemaligen ABC-Nachrichtenproduzenten:
Bamford, James (April 30, 2002). Body of Secrets: Anatomy of the Ultra-Secret National Security Agency. Anchor.

Hier im Interview:
http://www.zeit.de/2013/26/nsa-geheimdienst-james-bamford
http://www.taz.de/US-Journalist-ueber-NSA/!119017/

So neu sind die Erkenntnisse aber gar nicht: s. 2003
Lauschangriff auf die Delegierten des UN-Sicherheitsrats
http://www.heise.de/tp/artikel/14/14340/1.html

Und nun: Überraschung!
NSA und GCHQ haben Politiker vor und während G20-Treffen belauscht
http://www.heise.de/tp/artikel/39/39342/1.html

Und hier noch ein Insider: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/19/usa-wer-zombie-im-internet-schreibt-wird-als-extremist-ausgeforscht/comment-page-1/

Naja, so ganz können wir es doch nicht lassen: Dieser Artikel dürfte sein eigenes Licht auf die These von „Wir sind die Guten“ werfen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Grosse-Koalition-fuer-mehr-Investitionen-in-BND-Netzueberwachung-1892639.html

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Newsletter Juni 2013 

Der Anschlag auf das Haus in Solingen, bei dem 5 Menschen starben, ist 20 Jahre her. Zu diesem Gedenktag gab und gibt es Gedenkveranstaltungen in Solingen und anderswo sowie ein entsprechendes mediales Echo.
Sabine Schiffer sprach sie auf einer der Veranstaltungen in Solingen zum Thema „Antisemitismus und Islamophobie“ das Vortragsmanuskript finden Sie im migazin, und auch als pdf hier ganz oben auf der IMV Webseite.
Dass noch sehr viel im Argen liegt und auch in Solingen selbst der Fremdenhass so allgegenwärtig ist, dass er keine Angst vor Öffentlichkeit hat, zeigt sich beim Beitrag des heute journals des ZDF am 28. Mai, dem Jahrestag der Anschläge. Die Sendung kann hier auf youtube nachgesehen werden, der Beitrag zu Solingen beginnt bei 18:05 Minuten.
Diese menschenverachtende Einstellung vieler Menschen erfährt leider nur wenig Öffentlichkeit. Wäre sie in den Medien präsenter und würde über den vorhandenen gewaltbereiten antimuslimischen Rassismus berichtet, würde es vielleicht einige zum Nachdenken bewegen? So bleibt es ein Stammtischthema statt ein gesellschaftliches. Das neue deutschland hat dazu diesen Artikel veröffentlicht, der gerne weiterverbreitet werden soll.

IMV-News

Constantin Wagner hat bei der World Media Akademie in Offenbach am 06.04. ein Seminar abgehalten zum Thema „Medienverantwortung und Wahrnehmungs-/Konstruktionsmechanismen“, über das hier näher berichtet wird.

Sabine Schiffers Buch „Bildung und Medien“ ist seit einigen Wochen überall erhältlich, und unser Blog zum Buch wird regelmäßig mit aktuellen Informationen zum Thema Medien, Bildung, deren Wechselwirkungen usw. versorgt. Um keine Aktualisierung zu verpassen können Sie den RSS-Feed abonnieren, der Ihnen die neuesten Einträge zusendet – wir freuen uns auf Sie!

Wer sich übrigens ebenfalls auf Sie freut ist der Förderkreis des IMV, der unsere neutrale und völlig unabhängige Arbeit finanziell unterstützt. Wenn Sie uns fördern möchten, treten Sie bei!
Aber auch Einzelspenden sind willkommen – Spendenbescheinigungen erhalten Sie bei Angabe Ihrer Adresse umgehend, das IMV und der Förderkreis sind beide anerkannte gemeinnützige Organisationen.
Die Spendenkontonummer des IMV ist:
Kto: 600 229 70
BLZ: 763 500 00
Sparkasse Erlangen

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Newsletter Mai 2013 

Dieser Newsletter besteht fast nur aus IMV-News, weil wir aufregende Neuigkeiten haben:

buchtitel_bildung_und_medien

„BILDUNG und MEDIEN – Was Eltern und Pädagogen wissen müssen“ ist im April erschienen.
Was können Eltern und Großeltern, Lehrer und Erzieher tun, um Ihre Schützlinge zu selbstverantwortlichen Mediennutzern zu erziehen?
Sabine Schiffer erklärt Schritt für Schritt, wie man die Jugend konstruktiv begleiten und vor den Gefahren schützen kann.

Im Blog zum Buch finden Sie eine Leseprobe, können uns Fragen stellen, Termine für Lesungen einsehen, und werden von uns über aktuelle Entwicklungen informiert.
Bestellen können sie das Buch über ihren lokalen Buchhandel, aber auch online bei zB. ebooks.de (vormals libri.de)
amazon möchten wir nicht empfehlen, zum einen aufgrund der Art, wie dort Mitarbeiter behandelt werden, aber auch aufgrund der Art, wie mit kleinen Verlagen umgesprungen wird.

Bei Interesse an Rezensionsexemplaren, Buchvorstellungen, Lesungen oder sonstigen Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

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Newsletter März/April 2013 

Journalismus kann – wenn er will und man ihn lässt – gängige Mythen in Frage stellen

– etwa die vom bösen Russland:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/03/01/dlf_20130301_1915_5e892fb2.mp3

– oder die von der Bankenrettung:
http://www.youtube.com/watch?v=Du7moCxj-Do

– oder die von (Wirtschafts-)Reformen:
http://www.online.uni-marburg.de/isem/WS12_13/docs/index.htm

Und wenn auch die Auswahl der Beispiele hier willkürzlich erfolgte, so gibt es doch einen Zusammenhang…

IMV News
Vortragsmitschnitt: Sabine Schiffer zu Medien und die Enthüllungen um dem NSU-Terror
anzuhören hier

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Newsletter Februar 2013 

Während die meisten Medien in Deutschland den geringen Einsatzeifer Deutschlands in Mali beklagen und ganz offen zum Kriegsbefürworter werden (http://www.jungewelt.de/2013/01-15/028.php), gibt es auch einige besonnene Stimmen im Mediendschungel:

Ein Kommentar von Stephanie Doetzer im WDR
http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/23.01.2013-19.05/b/voller-vertrauen-an-frankreichs-seite.html

Deutsche Welle beleuchtet Frankreichs Interessen
http://www.dw.de/frankreichs-interessen-in-mali/a-16523727

Coop Cafe Berlin im Interview mit IMI-online
http://www.youtube.com/watch?v=eXueHM4xDL4&feature=youtu.be

Democracy Now stellt Verbindung zu Uraninteressen in der Region her
http://www.democracynow.org/2013/1/15/admin_aids_french_bombing_of_mali

Der Spiegel schafft es allerdings wieder einmal, ein für einen Skandal geeignetes Thema – Stichwort: V-Mann – seicht in der allgemeinen Islamophobie untergehen zu lassen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/mali-islamistenfuehrer-war-helfer-der-bundesregierung-a-878572.html

Kolumne von Sabine Schiffer zum Thema: http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/10/20130118_IMV-Schiffer_Mali.pdf

Das Feindbild Islam(ismus) wirkt – aber nur, wenn es gezielt eingesetzt wird (vgl. dazu die abweichende Syrienrhetorik).

Der Verein Mediengewalt – Internationale Forschung und Beratung e.V. hat im Januar einen Blog gestartet, auf dem Studien, Kommentare und interessante Neuigkeiten über die Wirkung von Medien nachgelesen werden können: http://www.mediengewalt.eu/blog/

IMV News

Für alle die, die es noch nicht wissen: Das IMV ist gemeinnützug, d.h. Spender erhalten automatisch eine Spendenquittung. Darum bitte immer Ihre Daten angeben!
Außerdem gibt es den ebenfalls gemeinnützigen Förderkreis, dem beigetreten werden kann und/oder der auch Einzelspenden annimmt: www.medienverantwortung-foerderkreis.de.
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Newsletter Januar 2013 

Jahresrückblick
Mit wenigen Einschränkungen müssen wir einräumen, dass 2012 für das IMV kein gutes Jahr war. Erstmalig spüren wir die Wirtschaftskrise (z.B. Absagen von Schulen wg. nicht bewilligter Mittel) und auch die Diffamierungskampagnen gegen das Institut und seine Mitarbeiter zeitigen ihre Wirkung (z.B. Absage der vhs-Erlangen, die erfolgreiche jährliche Medienpädagogische Woche weiter zu führen). Da das Institut nicht öffentlich gefördert wird, ist damit der Fortbestand gefährdet. Im Rahmen dessen, was mit wenigen Mitteln möglich ist, haben wir weiter gearbeitet und verweisen u.a. auf folgende Recherche-Themen bzw. Kampagnen und Veranstaltungen:

– zur manipulierten Energiepreisdebatte: http://www.nachdenkseiten.de/?p=14101 (wir haben damit begonnen, ein neues Informationsportal aufzubauen: http://www.medienverantwortung.de/unsere-themen/informationsportale)
– zur unseriösen „Gamesforschung“: http://www.medienverantwortung.de/wp-content/uploads/2009/07/20120521_IMV-PM_Spielraum-fuer-Plagiatoren.pdf
– zur aufgeregten Grass-Debatte: http://www.scharf-links.de/45.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=23866&cHash=e7cac18ba0
– zur Bundeswehrwerbung in der BRAVO: http://www.youtube.com/watch?v=Irqg2-8YPQU – (aus dem Interview ist eine gemeiname Initiative entstanden, die auf den jeweiligen Facebook-Seiten dokumentiert ist: http://www.youtube.com/watch?v=1idDMVMTRkg) – leider interessieren sich weder Jugendschutzämter, noch Werbe- oder Presserat für den Sachverhalt.
– zum Marketing an Schulen – Hoch im Kurs: http://www.nachdenkseiten.de/?p=13880
– zur Rassismusleugnung ein Essay: Nazi, wir danken Dir: http://www.migazin.de/2012/01/20/nazi-wir-danken-dir/
– zur medial verbreiteten Kriegspropaganda: http://www.antikriegsforum-heidelberg.de/nato_no/va_sabine_schiffer_20-06-2012.html
– zu den Medien und den Teilenthüllungen um einen sog. NSU: http://www.rosalux.de/event/47177/ein-jahr-nsu-wir-reden-tacheles.html, https://www.uni-marburg.de/konfliktforschung/rvl20123_9

Für den Verein „Mediengewalt – internationale Forschung und Beratung e. V.“ haben wir die Medienarbeit übernommen und u.a. eine Pressemitteilung zu Gewaltspielen herausgegeben: http://www.mediengewalt.eu/downloads/Pressemitteilung_Mediengewalt-Aggression.pdf – diese darf gerne weiter verbreitet werden, der Inhalt bleibt auch nach den Feiertagen aktuell!

Die Pressemitteilungen des IMV finden Sie hier: http://www.medienverantwortung.de/publikationen/pressemitteilungen/

Ausblick(e)
Im Februar wird unser neues Buch erscheinen: „Medien & Bildung – Was Eltern und Pädagogen wissen müssen“, im HWK-Verlag.
Hier ein kleiner Einblick ins Einleitungskapitel
„Wenn von Medienkompetenz die Rede ist, wird in den meisten Fällen nur noch an Medieneinsatz gedacht und es sind technische Fähigkeiten gemeint. Das ist viel zu wenig einerseits und selbstverständlich andererseits. Zu einer umfassenden Medienbildung gehört viel mehr als nur Geräte- oder Softwarewissen. Wenn man nämlich zu früh auf die technischen Varianten setzt, wird die umfassende (Medien-)Bildung eher behindert statt gefördert – wie inzwischen vorliegende Langzeituntersuchungen nachweisen. Im Interesse der Medienindustrie ist es aber, Medientechnik zu verkaufen. Und so wird nicht wenig Geld in Werbung für eine Medienpädagogik gesteckt, die nur darum das Paradies auf Erden versprechen kann, weil sie bisher nicht überprüft wurde. Gehen wir also von den Fakten aus, anstatt auf Heilsbotschaften einer interessierten und finanzstarken Lobby zu vertrauen, die nicht wenige „Wissenschaftler“ für sich sprechen lässt. Dass viel Geld für deren Forschung aus der IT-Branche selbst stammt, erklärt die einseitige Ausrichtung vieler medienpädagogischer Angebote.“

Was wir 2013 noch gerne tun würden:
– Kampagne: Rettet die Archive!
Die Archive unserer öffentlich-rechtlichen Sender, deren Inhalte publikumsfinanziert wurden, sind bedroht. Sie sollen nämlich ausgedünnt werden und das sollten wir als Bürger nicht zulassen…
– Kampagne: Publikumsrat bei ARD & ZDF
Obwohl die öffentlich-rechtlichen Sender publikumsfinanziert sind, hat das Publikum selbst wenig Mitsprachemöglichkeiten, was die Programmgestaltung anbelangt. Das soll sich ändern…
– Seminare im IMV: dazu bald aktualisiert für das Frühjahr/ März2013 http://www.medienverantwortung.de/unsere-themen/schulungen/seminare/
mindestens…

Was möglich sein wird, hängt auch von der allgemeinen Unterstützung ab. Als nicht öffentlich gefördertes, aber gemeinnütziges Institut sind wir auf ideelle und finanzielle Zuwendungen von Menschen angewiesen, die die Wichtigkeit von Medienverantwortung erkannt haben und unsere Arbeit in diesem Bereich schätzen. Wer es sich leisten kann, möge darum prüfen, ob sie/er mit einer Mitgliedschaft oder Spenden die Arbeit des Institutes auch weiterhin ermöglichen kann: http://www.medienverantwortung-foerderkreis.de/. Der erste Einsatz des Förderkreises hat uns den Kauf eines neuen Servers ermöglicht – dafür an dieser Stelle allen Spendern ganz herzlichen Dank!

Wir tun derweil unser Möglichstes, mehr wäre freilich notwendig.

Und übrigens…
Sabine Schiffer twittert hier
Und hier finden Sie uns auf facebook.

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